Nolde, Kirchner, Modersohn, Barlach, Kokoschka, Chagall – das private Wohnhaus des Ehepaars Helmut und Loki Schmidt zeugt mit weit über 100 Kunstwerken von dessen Kunstleidenschaft. Die Geschichten hinter den Bildern, aber auch die Untrennbarkeit von Kunst und Politik, von Beruflichem und Privatem beleuchtet „Kanzlers Kunst – Die private Sammlung von Helmut und Loki Schmidt“. Der Titel ist seit dem 1. Oktober im Buchhandel erhältlich.

Die Essays im Buch behandeln neben dem Kontakt des Ehepaares zu den Künstlerfamilien Bontjes van Beek und Modersohn auch Schmidts komplexes Verhältnis zu Emil Nolde und die Begeisterung für die Werke Barlachs. Loki Schmidts eigenes künstlerisches Schaffen, ihre behutsamen Briefwechsel mit Künstlern wie Horst Janssen sowie Hintergründe zur Entstehung der Schmidt‘schen Sammlung schaffen eine ganz spezielle Perspektive auf das Leben und Wirken des Paares. Zahlreiche Fotos erlauben einen Blick in das Wohnhaus des Kanzlerehepaars in Hamburg-Langenhorn.

Die Kunst im Wohnhaus von Helmut und Loki Schmidt spiegelt in besonderer Weise das Leben dieses Paares, bei dem Öffentliches und Privates untrennbar miteinander verwoben sind. Gleich wenn man das Haus in Hamburg-Langenhorn betritt, wird Emil Nolde sichtbar. Die große Bilderwand im Eingangsbereich wird von Bildern des DDR-Künstlers und Kanzler-Porträtisten Bernhard Heisig dominiert. An den Wänden im Schlafzimmer von Helmut Schmidt hängen Gemälde von Olga Bontjes van Beek. Zu den weiteren Favoriten im Hause Schmidt zählen unter anderem die Künstlerfamilie Modersohn, Franz Kaiser, Ernst Barlach, auch Kokoschka, Chagall, Eitner, Fußmann, Herbst, Illies bis hin zu
Lilli Palmer.

Zudem finden sich überall im Haus kleine Skulpturen und maritime Hamburg-Motive. Die Sammlung umfasst insgesamt weit über 100 Kunstwerke unterschiedlichster Art. Welche Bedeutung hatten die Werke im Leben des Kanzlerehepaars? Welche Geschichten verbergen sich dahinter? – Diesen Fragen widmen sich die Essays aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie finden Antworten und erklären die erstaunliche Bandbreite der Kunstleidenschaft von Helmut und Loki Schmidt. Ein Beitrag im Buch liefert außerdem neue Erkenntnisse zu komplexen Themen wie Schmidts Haltung zu Emil Nolde.

Die Helmut und Loki Schmidt-Stiftung ist Herausgeberin des Buches. Erschienen ist es im Dölling und Galitz Verlag.

Fast zeitgleich mit dem Erscheinen des Buches hat auch die Ausstellung „Kanzlers Kunst“ Ernst Barlach Haus im Hamburger Jenischpark eröffnet. Dort sind seit dem 4. Oktober rund 150 Gemälde, Plastiken und kunstgewerbliche Gegenstände aus dem Schmidt-Haus zu sehen.

Die Daten zum Buch „Kanzlers Kunst“:
216 Seiten, ca. 200 Abbildungen, Hardcover mit Fadenheftung,
21 x 26,8 cm,
ISBN 978-3-86218-134-6, e 34,00 Oktober 2020

Das Buch ist im gut sortierten Buchhandel verfügbar oder über den Verlag bestellbar.

Das zeugt von echter Liebe zur Kunst: der Eingangsbereich im Schmidt-Haus in Langenhorn.
(c) Foto: Andreas Weiss